Bundesschützenfest 2012 und Pfarrfest in Ichendorf

Am Sonntag des Bundesschützenfestes in Hürth hatten die ca. 20.000 Schützen Kaiserwetter zu ihrem Festzug – und für uns war es die diesjährige Premiere: das erste Mal in diesem Jahr hatten wir weiße Hosen an und es regnete nicht! Zwar waren mehr Teilnehmer erwartet worden, aber auch so war es ein imposanter Festzug, der sich durch Hürth schlängelte.

Glücklicherweise brauchten wir nicht die Messe im Stadion mitzumachen – sonst hätten wir um 8:00 Uhr in Hürth sein müssen. Damit wir aber rechtzeitig zum großen Festzug am Aufstellplatz waren, trafen wir uns zeitig um 10:00 Uhr im Vereinsheim; Abfahrt von Quadrath-Ichendorf war um 10:30 Uhr. Unser Vorstand hatte bereits Befürchtungen gehabt, dass die Parkplätze alle besetzt wären – diese waren jedoch unbegründet. Die ausrichtende St. Hubertus Schützenbruderschaft Hürth-Hermülheim hatte in den fünf Jahren das Fest toll organisiert; es gab ein Parkleitsystem für Ortsunkundige und keinerlei Parkplatzprobleme!

Deshalb waren wir viel zu früh mit unseren sechs Privatfahrzeugen angereist und hatten noch jede Menge Zeit. Trotzdem wurde uns die zweistündige Wartezeit nicht zu lang – das Gewusel der Schützen, Musiker und Zuschauer zu beobachten war interessant. Außerdem traf man den ein oder anderen, den man kannte und hielt ein Schwätzchen an den zahlreichen Getränkeständen.

 

Teilnehmer des Musikvereins warten darauf, dass der Festzug beginnt

Doch unser Tambourmajor achtete auch darauf, dass wir uns alle rechtzeitig aufstellten. Zwar waren wir in Gruppe 28 – es dauerte also noch geraume Zeit, nachdem der Umzug pünktlich um 11:30 Uhr startete – doch so bekamen wir auch etwas vom Festzug mit. Wir standen etwas erhöht und konnten die Schützen und Musiker von unserem Standplatz aus vorbei ziehen sehen.

Als wir endlich mit Musik losmarschieren konnten, waren die ersten Teilnehmer bereits beim Festzelt angekommen – hatten die 2,5 km somit bereits absolviert. Aber auch als wir am Endpunkt ankamen, waren die Letzten des 4,5 km langen Festzuges noch nicht losgegangen.

 

Die 35.000 Zuschauer hatten somit viel zu sehen; eigentlich zu viel für ein Mal! Daher sahen wir auch zahlreiche Videokameras, die den gesamten Zug aufnahmen, damit die vielfältigen Eindrücke beim erneuten Ansehen auch alle wahrgenommen werden konnten.

Letztendlich war die Wartezeit auf den Beginn des Festzugs länger als der Umzug selbst. Ungefähr um 13:00 Uhr waren wir mit „In Harmonie vereint“ losmarschiert – um 14:15 Uhr hatten wir bereits das Festzelt erreicht. Ein tolles und schönes Erlebnis für alle Teilnehmer – wenn wir auch leider den Festzug nicht zu Ende sehen konnten!

 

Der Tambourmajor zeigt Rhythmus 3 an

Spielpause für die Musiker

An der Ichendorfer Kirche Heilig Kreuz fand nämlich am gleichen Tag das alljährliche Pfarrfest statt. Für uns als Ortsverein aus Quadrath-Ichendorf war es daher selbstverständlich, auf diesem auch aufzutreten. Es ist eine Selbstverständlichkeit für Ortsvereine, das Ortsleben zu stärken!

Da der Musikverein stets um Pünktlichkeit bemüht ist, hatten wir vorsichtshalber unsere Darbietung auf 16:30 Uhr terminiert. Durch das zeitige Ende des Festzuges in Hürth-Hermülheim waren wir jedoch viel früher zum örtlichen Pfarrfest gekommen; also ergab sich für uns die Möglichkeit, auch hier mit Leuten ins Gespräch zu kommen.

So hatten wir auch die Chance, eines unserer ehemaligen Mitglieder zu hören, das mit seinem Partner ein Gitarrenduett bildete. Danach trat noch ein Jazz-Orchester auf, das bekannte Jazz-Stücke aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren spielte.

Pünktlich um 16:30 Uhr hatten wir dann die Möglichkeit, unser Scherflein zum Gelingen des Festes beizutragen. Zuerst spielten wir drei Märsche, dann folgte eine kleine Pause – im Anschluss daran folgten mehrere Musikstücke der U-Musik. Als Zugabe gaben wir „Happy Marching Band“, ein Medley bekannter amerikanischer Märsche.

 

Vor dem geschmückten Portal von Heilig Kreuz

Doch als der Auftritt vorüber war, waren alle froh! Ein langer, anstrengender – aber auch schöner – Tag neigte sich dem Ende zu. Die Instrumente wurden noch ins Vereinsheim gebracht; aber niemand hatte noch Lust sich zu einem Plausch mit anderen Vereinsmitgliedern zusammen zu setzen – wie sonst üblich. Somit löste sich die Gemeinschaft in kürzester Zeit auf – was nach diesem Tag nur allzu verständlich war.

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