Bergseeklänge

Da unser letzter Ausflug nach Bad Münster Eifel, für uns Kinder & Jugendliche erlebnismäßig eher uninteressant war, beschlossen wir diesmal die Erwachsenen Zuhause zu lassen.

Unser Ausflugsziel war eine Musikerherberge im Ortsteil Rurberg, der Gemeinde Simmerath. Während der ca. 2 stündigen Fahrt pfiffen wir voller Vorfreude einige der Musikstücke aus unserem Repertoire. Zum Glück wurde niemandem schlecht, trotz der zahlreichen Serpentinen, die wir auf unserem Weg nach Rurberg überwinden mussten.

Nach unserer Ankunft bezogen wir erst einmal unsere Zimmer und erkundeten anschließend die nähere Umgebung. Bei der Erkundung des Geländes und des angrenzenden Waldes, entdeckten wir etwas, dass uns zwar schon bekannt war, wir als Stadtkinder und Musiker jedoch schon fast vergessen hatten. Die friedliche Stille der Natur.

01__MG_0042.1Nach dem Abendessen beschlossen wir den Abend mit ein wenig Musik ausklingen zu lassen und probten, für den Rest des Abends, unsere neusten Musikstücke in unserem Probe- bzw. Aufenthaltsraum.

Am nächsten Morgen sollte es weitergehen. Nach dem Frühstück trafen wir uns im Proberaum. Carina, unsere Dirigentin und Musikalische Leiterin unseres Vereins, teilte unsere neuen Noten zum Lied „Lions Pride“, ein Tavernen Lied aus dem Online-Rollenspiel World of Warcraft, aus, das wir an diesem Tag einzustudieren begannen.

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Da die Konzentration trotz mehrerer Pausen gegen Nachmittag zunehmend nachließ, beendeten wir das Proben gegen 15:00 Uhr und wanderten stattdessen hinunter ins Tal, zur Besichtigung des Rursees.

Da es, unten angekommen, schon bald wieder Abendessen gab, ging es, nach einem Eis, auch schon wieder in Richtung Jugendherberge. Wir wussten, dass dieser Weg kein leichter, er steinig und schwer werden würde. Wir stellten uns also in Formation auf, marschierten den Großteil des Rückweges und pfiffen dabei unsere beliebtesten Märsche, um uns den Weg zu erleichtern.

Zur Belohnung schauten wir am Abend einen Film in einem eigens dafür hergerichteten Kinosaal im Keller der Herberge.

 

In den Wochen zuvor, hatten wir darüber abgestimmt was wir unternehmen würden. An Tag drei, stand eine GPS-Rally an. Zunächst mussten wir, aufgeteilt in 4er Gruppen, mit Kompass und Karte, 18 Punkte bzw. Nummern finden, die auf der Karte markiert waren. Nach dem Mittagessen bekamen wir GPS-Geräte, mit denen jede Gruppe, mithilfe der zuvor gefundenen Nummern, die sich als GPS-Koordinaten herausstellten, Gegenstände finden sollten, die im Umkreis von 2Km verteilt waren.07_IMG-20150531-WA0005.k

Nachdem auch die letzte Gruppe am vereinbarten Treffpunkt eintraf, mussten wir unsere Fundstücke kombinieren und im wahrsten Sinne des Wortes alle an einem Strang ziehen, um an die letzte Koordinate zu gelangen, die uns zu unserem Schatz führte. Unsere Betreuerin lobte uns in großen Stücken, da wir das Rätsel um die Finale Koordinate sehr schnell lösen konnten.

05_IMG-20150531-WA0003.kZur Erinnerung: der Treffpunkt war ein Betonstrommast. Die Fundstücke: ein Karabinerhaken, ein Seil und ein Klettergurt. Neben dem Betonmast lagen Seile die zu zwei ineinander liegenden Kreisen, sozusagen zu einem Wassergraben und einer Insel geformt waren. Um an die Koordinate zu gelangen mussten wir es nun, ohne das „Wasser“ zu berühren, auf die Insel schaffen. Des Rätsels Lösung war, dass wir das Seil um den Mast banden, es mit der gesamten Mannschaft in guter alter Tauzieh-Manier straff ziehen mussten, damit sich unsere leichteste Musikerin Albnora, mit Hilfe des Klettergurtes auf die „Insel“ hangeln konnte.06_IMG-20150531-WA0004.k

Durch all die Anstrengung war die Freude natürlich überwältigend, als wir endlich unseren Schatz in den Händen hielten.

Nach diesem anstrengenden Nachmittag hatten wir uns zu einem gemütlichen Karaoke Abend zusammengefunden und ließen den Tag ausnahmsweise mal ungesund, mit Pizza und Cola, ausklingen und machten vor dem zu Bett gehen noch eine kleine Nachtwanderung um uns die Sterne anzuschauen. Leider konnte man die Milchstraße nur ganz schwach erkennen.

 

Am Nachmittag des letzten Tages beschlossen einige von uns, den Bach, den wir bei der GPS-Rally am Tag zuvor entdeckt hatten, noch einmal zu besuchen. Auf dem Weg dorthin pfiffen und trällerten wir fröhlich unseren neuen Ohrwurm „Lions Pride“, den wir am Vormittag erneut erprobt hatten. Im Wald lernten wir mehr über Moos & Baumarten und über das in der Eifel häufig vorkommende Schiefergestein. An einem Zulauf des Baches fanden wir sogar einen Feuersalamander. Zurück in der Herberge, sammelten wir Holz für unser Lagerfeuer, das für den Abend geplant war.

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Abends grillten wir und spielten gemeinsam Fußball. Als die Sonne endlich untergegangen war, versuchten wir mit Mühe und Not unser Lagerfeuer anzuzünden. Ein Haufen Blätter brachte dann den gewünschten Erfolg. Das Feuer war wirklich riesig. Leider war dies unser letzter Tag in Rurberg und so gingen wir pappsatt und mit ein wenig Trauer, über die am Morgen bevorstehende Heimreise, zu Bett.

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Nachdem wir am Tag unserer Abreise alles zusammengepackt hatten resümierten wir über die vergangenen Tage…

 04__MG_0076.kAlle hatten ihren Spaß

  • Wir haben unser Ziel, die beiden neusten Musikstücke auszuarbeiten erreicht
  • Es wurde viel unternommen und niemand musste sich langweilen
  • Die GPS-Rally und die Fahrt an sich, hat uns enger zusammen geschweißt und ein noch besseres Team aus und gemacht
  • Wir hatten trotz vieler Aktivitäten auch genug Ruhe und Entspannung
  • Wir haben es genossen draußen in der Natur zu sein und
  • viel Neues über Pflanzen und Tiere gelernt

 

Jeder von uns würde gerne noch einmal eine Fahrt mit der Jugend unseres Vereins Unternehmen. 09_IMG-20150531-WA0020.k

Es war eine schöne Zeit und wir möchten uns bei unseren Jugendleiterinnen, Betreuern und all jenen bedanken, die uns diese Fahrt möglich gemacht haben.

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