Berlin 2011

imageGrund der Corpsfahrt der Funken war eine Einladung der Berliner Karnevalsgesellschaft Fröhliche Elf, die 2011 ihr 33-jähriges Bestehen feierte. Allerdings muss ein solcher Besuch von langer Hand vorbereitet werden, es waren immerhin ca. 150 aktive und inaktive Mitglieder die nach Berlin fuhren.

Diese Fahrt war durch den Vorstand der Funken, sowie des Brühler und Quadrath-Ichendorfer Musikvereins sehr gut vorbereitet worden; über ein Jahr lang wurde dafür geplant. Wir trafen uns in unserem Vereinsheim in Quadrath-Ichendorf sehr früh: die ersten fanden sich bereits um 4:30 Uhr zum Kaffee trinken ein. Es sollte zwar erst um 5:30 Uhr losgehen, doch der Bus musste mit Musikinstrumenten und kleinem Gepäck beladen werden – nicht zu vergessen: Verpflegung für die lange Fahrt. Unsere Garde-Uniformen fanden auf den letzten drei Reihen Platz, so dass sie nicht verknitterten.

 

Vielleicht lag es am frühen Aufstehen, wahrscheinlicher ist jedoch, dass es Vorfreude auf diese Fahrt war: es wurde laut gescherzt und gelacht! Diese Unruhe legte sich auch nicht, als wir pünktlich um 6:00 Uhr zu den anderen beiden Bussen in Hürth-Gleuel stießen. Nachdem noch einige Gleueler Musiker zugestiegen waren, ging es im Konvoi auf die Autobahn. Berlin wir kommen!

Nach zwei Stunden gab es eine zehn-minütige Pause; hier bereiteten wir zwei Mitgliedern, die heiraten wollten, eine große Freude. Alle zogen ihre Jacken aus, unter denen einheitliche, bedruckte T-Shirts angezogen worden waren. Für die Heiratswilligen waren besondere T-Shirts vorbereitet worden, die sie anziehen mussten – genauso wie Zylinder und Schleier. Dies war ein Riesenspaß für alle; neben Ingo und Mäggy waren aber auch alle Funken enorm überrascht.
Nachdem wir um 13:30 Uhr wir Berlin erreicht hatten, checkten wir in den einzelnen Hotels ein. Dann ging es sofort weiter zum Paul-Löbe-Haus – benannt nach dem letzten demokratischen Reichstagspräsidenten der Weimarer Republik.

Im Paul-Löbe-Haus begrüßte uns Willi Zylajew, MdB aus dem Rhein-Erft-Kreis und Funken-Mitglied. Dazu enterte dieser kurzfristig einen freien Besprechungsraum und führte die 150 Anwesenden kurz in die Geschichte der deutschen Demokratie ein. Daraufhin bestand die Möglichkeit, in der Kantine ein Essen zu sich zu nehmen.

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Die Führung durch den Reichstag mit ausführlichen Erläuterungen zu seiner Bedeutung und Geschichte nahmen alle interessiert wahr – trotz langer und anstrengender Anreise. Beeindruckend war auch die Begehung der Glaskuppel vom englischen Stararchitekten Norman Foster. Sowohl vom Dach des Reichstages als auch aus der Kuppel heraus hatte man einen wunderbaren Blick über das inzwischen nächtlich erleuchtete Berlin.

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Der nächste Programmpunkt stand an: eine Einladung im Vereinslokal der Fröhlichen Elf von Berlin in der Gaststätte Neumann’s in Alt-Moabit. Im Alt-Berliner Ambiente konnten wir etwas für Berlin recht untypisches genießen: Kölsch! Es war ein geselliger und feucht-fröhlicher Abschluss für den ersten, ereignisreichen Tag. Hier trafen wir auch zum ersten Mal auf die Berliner Tollitäten: das Prinzenpaar Willi I und Michaela I.

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Am zweiten Tag – der eigentliche Grund dieser Corpsfahrt – kamen wir nicht mehr aus der Uniform heraus. Um 10:30 Uhr wurden wir von den Bussen abgeholt und zum Bezirksrathaus Berlin-Willmersdorf gebracht. Zur hiesigen Sessionseröffnung wurden viele Karnevalisten aus Nah und Fern geehrt und mit Orden dekoriert. Zwischen den einzelnen Ehrungen spielten wir unsere kölschen Musikstücke, die in Berlin sehr gut ankamen.
Der nächste Termin war ein Fotoshooting am Brandenburger Tor in Uniform – allerdings mit Schiffchen und ohne Helm. 150 Rot-Weiß gekleidete Funken erregten großes Aufsehen und stellten ein tolles Motiv vor dem Brandenburger Tor dar – auch für alle anderen, sehr erstaunten Touristen.

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Bis 16:30 Uhr hatten wir dann Zeit zur eigenen Verfügung; verschiedene Mitglieder erkundeten Berlin auf eigene Faust, andere nahmen sich Zeit zum Entspannen und relaxten im Hotel. Erst danach fuhren wir wieder zu Neumann’s, wo ein großes Buffet auf uns wartete, das gestürmt werden wollte. Leider hatten wir nicht allzu viel Zeit um zum Sturm aufs Buffet zu blasen, da wir bereits um 19:00 Uhr zum Aufmarsch der Fahnenabordnung und des Vorstandes in der Universal Hall sein sollten.

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Zu diesem Fahnenappell sollten sämtliche Fahnen und Schellenbäume auf der Bühne präsentiert werden. Leider wurde diese Aktion kurzfristig abgesagt, was alle ziemlich schade fanden, denn wir wären gerne noch bei Neumann’s geblieben. Aber so hatten wir jedoch die Möglichkeit, jede Menge Berliner Saalkarneval mitzuerleben, da unser Auftritt erst um 22:00 Uhr erfolgen sollte.

Hier konnten die Funken zeigen, was Kölscher Fasteleer heißt. Als Bärchen, der Kommandant der Funken, den Saal mit „Hallo Fründe!“ begrüßte, kamen sogar die reserviertesten Zuschauer in Stimmung. Unsere gute Laune schwappte unvermittelt in den Saal – schließlich mussten wir noch eine Zugabe geben, damit wir von der Bühne ziehen durften. Unter uns machte sich ein Gefühl breit: Wir waren wohl das Highlight des Abends!

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Sonntag-Morgen war leider wieder Packen angesagt. Nach einem letzten Frühstück, fuhren alle drei Busse den Busparkplatz hinter dem Brandenburger Tor an. Harald Müller, Vorsitzender der Funken, und Kommandant Heinz-Gerd Sester bedankten sich in einer kurze Ansprache und wünschten allen noch ein paar schöne letzten Stunden in Berlin.
Diese Zeit nutzte mancher, einen der vielen Weihnachtsmärkte zu besuchen – entweder auf dem Alexander- oder Potsdamer Platz. Doch nicht alle nutzten diese Gelegenheit; manch einer ging Unter den Linden entlang

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Pünktlich um 14:00 Uhr fanden sich alle zur Rückfahrt ein, um nach einem ereignisreichen Wochenende nach Hause gebracht zu werden. Hier waren die Musiker stiller als auf der Hinfahrt: zum einen müde vom anstrengenden Wochenende, zum anderen ließ man das Erlebte Revue passieren. Da störte es auch nicht, dass wir bei Hannover zwei Stunden im Stau standen.
Resümee der Fahrt: ein tolles Wochenende ging zu Ende! Trotzdem waren aber alle froh, wieder zu Hause zu sein und im eigenen Bett schlafen zu können.

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