Wiederaufnahme der Proben

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Weitere Lockerungen der Corona-Restriktionen gelten endlich auch für gemeinnützige Vereine wie uns. Unter Einhaltung bestimmter Abstands- und auch Hygieneregeln können unsere Musiker nun wieder ihrem Hobby nachgehen. Lange genug mussten sie darauf warten, gemeinschaftlich proben zu dürfen!

Obwohl wissenschaftliche Untersuchungen darauf hinweisen, dass Blasmusik weniger ansteckend ist, als bspw. Singen, Husten oder auch Sprechen, gelten für unsere künstlerische Ausdrucksform trotzdem rigidere Bestimmungen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 9. Mai 2020, mit „Trompeter blasen keine Kerzen aus“, wie gering die Reichweite des Luftstroms bei Blechblas-Instrumenten ist. Über zuvor stattgefundene Untersuchungen beim Bamberger Symphonieorchester berichtete am 8. Mai 2020 die Welt mit „Aerosole mio“. Bei den Untersuchungen waren die Luftbewegungen um Instrument bzw. Schalltrichter nämlich oft gar nicht messbar.

Als juristische Person ist dieser gemeinnützige Verein verpflichtet, sich an gesetzliche Vorgaben zu halten. Sobald die Lockerungen aber bekannt waren, machte sich unsere Musikalische Leiterin mit einigen Mitgliedern die Arbeit, unseren Proberaum entsprechend der Vorgaben auszumessen und einzuteilen. So ist es zumindest bis zu fünfzehn Personen möglich, gemeinschaftlich zu musizieren und das zu machen, was sie lange vermisst hatten. Bedauernswert ist jedoch, dass dort, wo sonst bis zu 36 Musizierende gemeinsam probten, jetzt nur noch weniger als die Hälfte zusammen Musik machen können.

Glücklicherweise ist unsere Orchestration derart aufgeteilt, dass viele Stimmen mehrfach besetzt sind. Lediglich Xylophon, Zugposaune oder Schlagzeug sind nur einmal besetzt. Daher ist es uns gut möglich, eine gesamte Orchestration auch mit halber Besetzung zu organisieren. Andererseits bestehen aber auch familiäre Bindungen in dem Verein. Für unsere Musikalische Leiterin stellt das jedoch eine doppelte Belastung dar; sie muss nicht nur einen Probeplan erstellen, sondern auch an zwei Abenden Gesamtproben leiten. Doch was tut man nicht alles, um wieder musizieren zu können!

Problematisch könnte jedoch die Zusammenführung der beiden Einzelgruppen werden, da bei manchen Phrasierungen jeder Musizierende seine Eigenheiten hat, die im Gesamten aufeinander abgestimmt werden müssen. Somit bleibt nur zu hoffen, dass die Restriktionen für kulturschaffende Vereine baldmöglichst aufgehoben werden! Nicht zuletzt, weil musikalische Bildung, wie sie bei uns im Verein praktiziert wird, einen enormen positiven Einfluss auf das Sozialverhalten des Einzelnen hat. In früheren Posts wurde 2015 und 2012 dieses Thema bereits angerissen.

Folglich können wir nur darauf vertrauen, dass sich bald die Bedingungen für unsere (noch eingeschränkten) Proben zum Besseren wenden und alle wieder zusammen musizieren dürfen. Gemeinsam Musik zu machen bedeutet nämlich, aktiv Gemeinschaft zu erleben und Spaß zu haben!